Nähen für Erwachsene

Das kleine Schwarze – mal etwas anders

12. Juni 2017

Das kleine Schwarze, mal etwas anders

Du wirst jetzt sagen, „aber das ist doch kein kleines Schwarzes“ … Naja, die Formen sind ja immer unterschiedlich und wenn der Stoff schwarz gewesen wäre… Ist nicht bekanntlich die Phantasie das Auge der Seele?

Nu aber Tacheles. Seit vielen Jahren horte ich in meinem Fundus einen Stoff, bei dem ich nicht so recht wusste, wie ich ihn wirkungsvoll einsetzen sollte.

Die gewagte Kombination aus knalligem Orange-Rot-Grün war wirklich eine Herausforderung. Und lange blieb er liegen, bis ich beim regelmäßigem Durchblättern meiner Magazine auf die Ottobre-Ausgabe 02/2015 stieß.

Bei Modell Nr. 15 dachte ich, das isses…

Gut, schwarz wäre natürlich auch … Aber, neee, wir wollen für den Sommer bunt.

Die Vorbereitung

Zuerst den Stoff waschen. Das ist – gerade bei Baumwolle – ein unbedingtes To Do. Auch wenn das nervig ist, aber du kannst sonst nach Fertigstellung des Kleidungsstücks eine böse Überraschung erleben, wenn sich der Stoff nach dem ersten Waschen verzogen hat oder gar eingelaufen ist.

Das ist mir einmal bei Vorhängen mit doppelseitigem Stoff passiert, ich sag dir… nie wieder!

In der Zwischenzeit wie immer zuerst ein Probemodell. Kennst du auch das Problem mit der Oberweite? Die Mehrgrößenschnitte berücksichtigen in der Regel bis Körbchengröße C, Vintage-Schnitte sogar nur bis Körbchen B. Alle, die darüber liegen haben das Nachsehen. Schnittanpassungen sind dann unumgänglich. Oder man schneidet in größeren Größen zu und die Kleidung sitzt wie ein Sack…

Die Größenermittlung und auch die Anpassung der Oberteile bei größerer Oberweite ist eigentlich nicht schwer. Wie du den Schnitt anpasst, findest du hier oder von meinem Lieblingsblog hier. Dort ist es noch einmal genauer erklärt. Ich habe allerdings bisher nur die Variante von Burda angewandt, also den Schnitt von der Schulter aus abwärts angepasst.

Bei diesem Kleid musste ich lediglich die Oberweite anpassen.

Kleid komplett gefüttert und mit Beleg versäubert

Nun die Frage des Futters. Ich füttere fast immer meine Kleider oder auch die Röcke, es sei denn, ich nähe mit Jersey. Der Fall und die Beweglichkeit sind dann einfach schöner.

Ausgerüstet mit einem Musterstück des Stoffes wurde ich in unserem heimischen Stoffladen fündig. Solche Sachen kann man nicht im Internet bestellen, da fehlt der direkte Vergleich und feine Nuancen machen da schon einen gewaltigen Unterschied. Gerade bei so ausdrucksvollen Farben. Nun noch das passende Garn dazu sowie den Reißverschluss und los geht’s.

Vlieseline habe ich immer in allen Varianten vorrätig. Da ich im Sternzeichen des Zwillings geboren bin, heißt das für mich: spontan und ungeduldig sein. Vlieseline ist recht teuer, so recherchiere ich im Internet, wo es die günstigste gibt und dann wird auf Vorrat bestellt. So spare ich mir Zeit und Geld. Vor allen Dingen Zeit….

Das Nähen

Nachdem die Größenanpassung erledigt war, ging’s an den Zuschnitt des Originalstoffes und das Futter. Bei solchen Stoffen musst du ein wenig auf das Muster achten. Ein Rapport konnte ich nicht berücksichtigen, aber ich habe mir die Bereiche ausgesucht, die ich an den entsprechenden Stellen haben wollte.

Da das Kleid komplett gefüttert ist, ist es auch nicht nötig, die Nahtzugaben mit der Overlock oder mit einem Zickzack-Stich zu versäubern. Lediglich im Rockbereich habe ich die Nahtzugaben versäubert, da diese ja doch eher beim Sitzen sichtbar sein könnten.

Verstärkung durch Vlieseline haben die Belege bekommen, das reicht vollkommen aus.

Das Zusammensetzen der Zuschnitte, beginnend am Oberteil, ging recht schnell. Wenn Du Probleme beim Verstürzen hast, hier findest du eine tolle Anleitung. Nun noch die Rockbahnen mit den nötigen Kellerfalten versehen und die Oberteile mit den Unterteilen verbinden. Seitennaht schließen, Reißverschluss einsetzen, Saum nähen, voilà!

 

Sommerkleid nach Schnitt aus Ottobre 02/2015

Dann noch ein passendes Jäckchen dazu gekauft. Für’s Stricken hätte die Zeit nicht mehr gereicht. Du weißt, die Ungeduld… Ein paar passende Schuhe dazu und meine Vorliebe für farblich passende Uhren war dann auch mal wieder hilfreich. Obwohl beim Letzteren mein Mann immer wieder die Augen verdreht.

Und was sagst du dazu?

 

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